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Maximale Wassertemperatur bei Kaulquappen

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laurencio
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Maximale Wassertemperatur bei Kaulquappen

Beitragvon laurencio » Sa, 23.05.2009 16:30

Hallo liebe Community

Ich habe mich hier neu angemeldet, aber ich verfolge die Beiträge schon seit einiger Zeit.

Jedenfalls habe ich dieses Jahr wieder Kaulquappen vom Bach, die ich erfolgreich zu Jungfröschen aufziehen will.

Hier meine Frage:
Da es im Moment ziemlich warm ist und ich die Kaulquappen outdoor aufziehe, frage ich euch, welche Wassertemperatur das Wasser der Kaulquappen auf keinen Fall übersteigen sollte. Also welche maximale Wassertemperatur ist noch akzeptabel, dass die Kaulquappen nicht unter O2-Mangel leiden.
Im Moment schwankt die Wassertemperatur so zwischen 19°C (Nacht) und 25°C (Tag). Ich verschone die Kaulis ebenfalls vor direkter Sonneneinstrahlung.
Ist es schlimm, falls das Wasser einmal die 30°C-Marke erreicht?

Vielen Dank für Antworten.
Gruss laurencio

PS: Ich weiss über das Halteverbot von Kaulquappen Bescheid.
Doch da ich schon viel Erfahrung in der Haltung habe und Todesfälle absolut selten sind (sogar bei Jungfröschen), denke ich, dass es kein Verbrechen ist, wenn ich ein paar Kaulquappen zu Jungfröschen aufziehe.
Zuchtstatus der Kaulquappen (23. Mai 2009):

- 16 Kaulquappen der Art Grasfrosch
- Todesfälle / Verletzungen: 0 / 0
- Alle haben Hinterbeine
- Fütterung mit Zierfischfutter
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Donnydarko
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Beitragvon Donnydarko » Sa, 23.05.2009 20:10

Wenn du dir jetzt deiner Sache nicht 100 Prozent sicher bist, dann setze die Quappen wieder in den Bach zurück. Das ist besser, als ein schlechtes Gewissen zu haben, etwas falsch gemacht zu haben.
Eine Überhitzung ist für alle Tiere schädlich. Grasfrösche mögen auch keine grosse Hitze.
Welche Überhitzung des Wassers wohl schädlich sein könnte, da bin ich überfragt. Aber ich denke 30 Grad sind zu viel für Grasfroschquappen.

Ich wundere mich, warum hier noch niemand geantwortet hat.

Gruss Donny
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Benedikt
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Re: Maximale Wassertemperatur bei Kaulquappen

Beitragvon Benedikt » Sa, 23.05.2009 21:43

laurencio hat geschrieben:PS: Ich weiss über das Halteverbot von Kaulquappen Bescheid. Doch da ich schon viel Erfahrung in der Haltung habe und Todesfälle absolut selten sind (sogar bei Jungfröschen), denke ich, dass es kein Verbrechen ist, wenn ich ein paar Kaulquappen zu Jungfröschen aufziehe.


Verboten ist verboten und bleibt verboten. Da ändert auch viel Erfahrung nichts dran.

Vorallem wenn du hier
http://www.froschnetz.ch/forum/fragen-zu-kaulquappen-t1310-30.html
schreibst

laurencio hat geschrieben:Bei mir jedenfalls hat es Jahre gedauert (mehrere Aufzüchte) von Kaulquappen, bis ich nun die Kaulquappen / Frösche mit gutem Gewissen aufziehen kann. Zuerst starben bei mir sehr viele Tiere, weil ich mit den Aufzuchtbedingungen nicht vertraut war, nicht das richtige Futter gab oder schlichtweg zu wenig Zeit investierte.


Genau deswegen ist die Haltung eben verboten! Weil zu viele Leute ohne Erfahrung Kaulquappen und andere Amphibien halten und diese dann elend verrecken.

Gruss, Benedikt
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Beitragvon Donnydarko » Sa, 23.05.2009 22:55

Diese Antwort gefällt mir. Ich selbst traue mir auch nicht zu, meine Quappen selbst aufzuziehen. Ich warte bis die Quappen aus den Eiern geschlüpft sind und sie werden dann ausgewildert. Besser, als die Eier (ein Teil ist jetzt in einem gesonderten Aquarium auf dem Balkon) jetzt auszuwildern, wegen der Stockenten und Fische. Ich werde sie in Schüben an drei guten Stellen auswildern, wo sie sich verstecken können. Die Frösche können sich später noch selbst entscheiden, in den Stadtkanal mit den vielen Goldfischen zu wandern.

Aber ich verstehe voll und ganz, wenn jemand Quappen aus einem ausgetrockneten oder verseuchten Weiher rettet und sie bewahrt, bis ein geeignetes Gewässer gefunden ist.
Gruss Donny
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Beitragvon laurencio » So, 24.05.2009 14:42

Natürlich bin ich inzwischen auch dagegen, dass man Kaulquappen ohne Aufzuchterfahrungen hält.

Doch dieses Jahr bin ich mir sicher, dass ich etwas gutes getan habe, als ich Laich aus dem Bach holte. Denn wenige Tage danach sah ich mir die Stelle mit dem Laich am Bach noch mal an und siehe da: Die meisten Eier lagen trocken und der Rest war nur noch ein nicht überlebensfähiger Klumpen (Ich weiss zwar nicht wieso) und die Kaulquappen am Bach sind nicht geschlüpft!
Als dann meine Kaulquappen geschlüpft waren, habe ich hunderte freigelassen (in der Nähe des ehemaligen Laichs) und behielt 16 Tiere.

Als ich dann Wochen danach nach den freigelassenen Quappen am Bach nachsah, sah ich an dieser Stelle keine mehr. Vielleicht wurden sie weggeschwemmt, vielleicht wurde das Wasser verseucht, wahrscheinlich leben die meisten nicht mehr! Ich kann nur Vermutungen aufstellen.

Jedenfalls geht es meinen 16 Quappen sicher besser als allen anderen, die freigelassen wurden, nicht die Rede vom abgestorbenen Laich.

Ich verstehe deshalb überhaupt nicht, wieso ich nicht 16 Quappen zu gesunden und gutgenährten Jungfröschen aufziehen sollte, die höchstwahrscheinlich eine gute Überlebenschance haben.
Es ist gut möglich, dass es sogar die einzigen Jungfrösche dieses Jahr in meinem Bachgebiet sein werden, da die genannte Laichstelle die einzige war, die ich entdeckte!

Ich hoffe, ihr versteht meinen Haltungsgrund.
Gruss Laurencio
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Beitragvon Donnydarko » Di, 26.05.2009 05:40

Hallo,
wie ist das mit dem sog. Growdingeffekt, von dem ich hier öfters gelesen habe? Wieviel Quappen kann man in einem Aquarium halten, so dass sie normal wachsen?
Gruss Donny
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Beitragvon alex » Di, 26.05.2009 09:32

wie ist das mit dem sog. Growdingeffekt, von dem ich hier öfters gelesen habe? Wieviel Quappen kann man in einem Aquarium halten, so dass sie normal wachsen?

2 Quappen pro Liter Wasser
5 Quappen pro Liter Wasser wenn man gut füttert und alle 3-5 Tage einen Wasserwechsel macht.

Die grösten Jungfrösche resultieren bei einem Verhältnis von 1 Quappe /10Liter Wasser.
Auch ein möglichst grosses Temperaturspektrum (von 10-30°C) in dem die Quappen Ihren Aufenthaltsort frei wählen können kommt der Metamorphosegrösse zu gute.

Gruss Alex

P.S. Am Wochenende verbringe ich die Zeit in der "Natur" nicht am Kombi,
darum überlasse ich das Antworten den Kombi-süchtigen.
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Beitragvon Benedikt » Di, 26.05.2009 10:28

Vielleicht war es eine gute Tat, vielleicht auch nicht. Man könnte auch so argumentieren: Diese Frösche haben im Bach an der falschen Stelle abgelaicht. Nämlich dort, wo der Nachwuchs keine Chancen hat. Nun "rettet" man den Nachwuchs und fördert so potenziell das Laichen am falschen Ort. Ist das sinnvoll?

Mit der Aufzucht hat Laurencio viel Zeit in die Amphibien investiert. Aber diese Zeit wäre wahrscheinlich mit andern Aktionen sinnvoller eingesetzt worden. Vielleicht hätte er durch Mithilfe bei einer Krötenzaunaktion in der gleichen Zeit viel mehr Amphibien retten können?

Gruss, Benedikt
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Beitragvon Donnydarko » Di, 26.05.2009 13:11

Danke für die Antworten. Da reicht mein Becken auf dem Balkon. Ich will sowieso nur 3 selbst aufziehen. Bloss bis jetzt ist noch keine Larve geschlüpft.
Wie ist das eigentlich in der Natur? Schadet Innzucht eigentlich einer Population? Weil dieses Jahr ein sehr schlechtes Seefroschjahr zu sein scheint. Und Teichfrösche habe ich am Teufelssee auch noch nicht gesehen? Andere berichteten auch, dass ihre Privattümpel dieses Jahr nicht von Fröschen heimgesucht wurden.
Gruss Donny
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Beitragvon alex » Di, 26.05.2009 18:10

Ja, Inzucht bedeutet immer ein Verlust der Diversität was sich auf die Anpassungsphähikeit auf veränderte Umweltbedingungen und Krankheiten negativ auswirkt.

Zur Entwicklung ferner Populationen kann man nur schwer eine kompetente Aussage treffen, zumal der Populationsverlauf in meiner Region seit 4 Jahren steil nach oben zeigt.
Generell ist jedoch ein weltweiter Rückgang der Amphibien zu verzeichnen.

Wenn Du den Amphibien wirklich helfen willst musst Du aktiv werden, dann kann man schon einiges erreichen.
Aber es kostet einiges an Schweiss und viel Beharlichkeit in Behördenangelegenheiten.
Gruss Alex
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Beitragvon Donnydarko » Di, 26.05.2009 19:17

Hallo,
danke für Antwort.
Gerade habe ich gesehen, dass die ersten Quappen geschlüpft sind. Ich bin mit der Lupe rangegangen, weil dort etwas an der Scheibe klebte. So winzig. Sie sind erst wenige Millimeter lang, kaum zu erkennen. Algen und Wasserpflanzen sind drin, so dass sie gleich Nahrung haben. Dieses Fischfutter habe ich mir gemerkt (Spirolina) so hiess das. Gut, dass das doch keine tauben Eier waren.
Gruss Donny
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Beitragvon alex » Mi, 27.05.2009 14:01

Spirulina zählt man zu den Bakterien (früher zu den Algen)
und ist in fast allen Tetra-Fischfutterprodukten enthalten.
Für die Kaulis reicht schon ein billigeres Fischfutter.
Gruss Alex

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