Seit Jahren beobachte ich, dass meine adulten Wasserfrösche jeweils Mitte/Ende Mai in einer regnerischen Nacht aus meinem Teich verschwinden und Mitte/Ende Juli wieder auftauchen. Die zeitliche Überdeckung mit der Laichzeit ist nicht zu übersehen. Und da meine Frösche nicht dieses laute Schreien der Froschmännchen während dieser Zeit abgeben, sondern allenfalls mal leise quaken, nehme ich an, dass es sich überwiegend um Weibchen handelt.
Meine Hypothese: Ein Nachbar besitzt einen etwa 40 m entfernten Teich, aus dem eben dieses oben erwähnte Brunftgeschrei mit derartiger Lautstärke ertönt, dass wir uns schon auf die Rückseite unseres Hauses verzogen haben. Nicht aus Ärger über den Lärm, sondern aus Ärger darüber dass unsere Frösche so leise sind. Nun vermute ich, dass meine Fröschinnen von den Brunftrufen aus dem Nachbarteich angelockt werden und deshalb auf ihre lehrbuchmäßige Standorttreue zugunsten von gutem Sex verzichten, den sie bei mir - äh - in meinem Teich nicht kriegen. Dass zwischen den Grundstücken ein Kaninchendraht verläuft, dürfte den Standortwechsel erschweren, aber nicht verhindern
Was meint ihr zu meiner Hypothese? Ich könnte natürlich auch zum Nachbarn gehen und mich an seinen Teich setzen, um nach meinen Weibern Ausschau zu halten. Da ich regelwidrigerweise füttere, sind sie zutraulich, so dass ich sie daran erkennen könnte. Aber irgendwie ist mir das zu doof.

