von Frank D. » So, 04.07.2010 13:35
Hallo Wachturm,
es könnte in der Tat etwas mit der Art der Frösche zu tun haben, genaugenommen Unterart.
P. Lessonae ( früher Rana lessonae ) ruft hauptsächlich Ende April bis Anfang Juni.
P. Esculentus (früher Rana kl. esculenta ) ruft ebenfalls ab Ende April, jedoch eigentlich den gesammten Sommer über und sehr laut.
Den Seefrosch (P. ridibunda ) hören wir eigentlich auch den ganzen Sommer, jedoch liegt de Schwerpunkt etwa ende Mai bis ende Juli.
Es hat aber auch etwas mit der Induvidiendichte zu tun. In stark besiedelten Teichen stacheln sich die Tiere gerne gegenseitig an.
Überhaupt wenn Grünfrösche stark schwingende Geräusche aufnehmen, dann antworten sie. ( z. b. ein vorbeifliegendes Düsenflugzeug )
Häufig ist auch eine " Teichwanderung " speziell beim R. kl. esculenta zu beobachten.
So versammeln sich zunächst offensichtlich die Frösche in einem Teich, beginnen zu rufen und verstummen nach einigen Tagen oder Wochen offensichtlich plötzlich.
In diesen Teichen findet man auch keinen Laich.
Wenn dieser Fall vorliegt, haben die Frösche die lauteren Rufe eines Nachbarteichs wahrgenommen und wandern zum Laichen ab.
Nach dem Ablaichen erscheinen zunächst die Weibchen wieder am Heimatteich.
Der Betrachter sieht nun zwar Grünfrösche hört jedoch keine oder nur seltene Rufe.
Dieses Ab oder Zuwandern geschieht gerne nachts bei höheren Temperaturen und heftigem Regen.
Als hätten sie sich abgesprochen, verlassen die Frösche plötzlich fast gleichzeitig den Teich.
Die Rückkehr erfolgt dagegen unabhängig vom Niederschlag.
Ich konnte dieses Verhalten regelmässig an unterschiedlichen Teichen beobachten.