simon hat geschrieben:Heute fand ich diesen Laubfrosch im Zürcher Unterland in einem Entwässerungsschacht. Nicht weit daneben auch ein Erdkrötenpärchen im Amplexus (auch im Schacht). Es ist zwar wieder wärmer nach ein paar kalten Nächten, aber es erstaunte mich trotzdem. Oder gibt es bei der Herbstwanderung teilweise schon Männchen, die sich ein Weibchen sichern und bei diesem überwintern?
Das erinnert mich daran, dass wir auf der Feuersalamander-Exkursion im Oktober auch ein Erdkrötenmännchen gefunden habe, das sehr deutliche Brunftschwielen an den Vorderzehen hatte. Aus der Literatur hatte ich in Erinnerung, dass sich diese nach der Paarungszeit wieder zurückbilden und so hatte ich das bisher auch beobachtet.
simon hat geschrieben:Unten an Treppenabgängen fand ich schon viele vertocknete Molche und Erdkröten - die Anzahl Treppenstufen schien keine Rolle zu spielen. Es war aber vorwiegend an trockenen Tagen, wie ich mich erinnere. Bei nassem Wetter sah ich auch schon Molche Treppen erklimmen. Liegt es nun an der Kletterfähigkeit von Individuen, an der Orientierung oder wirklich am Kapillareffekt, der auch bei rauhen Betonwänden wirkt?
Ich denke, dass der Kapillareffekt schon eine sehr große Rolle spielt und es gerade den Molchen erleichtert.
Diesen Sommer habe ich auch einen vertrockneten jungen Grünfrosch in einem der Lichtschächte mit Amphibienleiter gefunden. Da weiß man dann eben nicht, wie lange das Tier ohne Feuchtigkeit schon unterwegs war, wenn es richtig heiß geworden ist. An sich hätte das Tier weder Probleme beim Erklimmen der Leiter haben sollten, noch beim Zurückkommen in den Teich. Mag sein, dass es auch Opfer eines Vogels geworden ist.
@Alex: Zum Gullyprojekt hatte ich hier einen größeren Thread. Das ist ein NABU-Projekt meiner Ortsgruppe, das zum Teil vom NABU finanziert wird bzw. von mir organisiert wird. Die Finanzierung der Ausstiegshilfen wurde von der Uni übernommen. Wir machen jetzt einmal im Jahr die Gullys und Leitern sauber und ich beobachte, was die Frösche (R. esculenta und R. ridibunda) in den Gullys und Schächten veranstalten, wie die Leitern angenommen werden bzw. wo die Tiere überall auf dem Unigelände herumwandern.