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Krötenleich

Allgemeines zu den Lebensräumen der Amphibien
christl
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Krötenleich

Beitragvon christl » Fr, 13.04.2007 17:21

ich hab einen kleinen Teich im Garten (ca. 3x1,5 m) und darin eine Krötenleichschnur entdeckt. Wie erkennt man genau den Unterschied zwischen der Schnur einer Kreuzkröte und einer Erdkröte. Die Erzeuger hab ich leider nur gehört, aber nicht gesehen.
Da ist noch ein Problem, im Teich sind Bergmolche. Wie groß ist die Gefahr, daß die alles auffressen? Ich wäre dankbar für Antwort und Rat.
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Beitragvon Sebi » Fr, 13.04.2007 18:52

Hallo

Die Unterschiede von der Kreuzkröte zur Erdkröte kannst du hier nachlesen.

http://www.froschnetz.ch/arten/kreuzkroete.htm

ich denke es handelt sich bei dir um Erdkröten-Laich ,da Kreuzkröten ziemlich anspruchsvoll sind bei ihren Laichgewässern, sie müssen genau ins Schema passen.

Das mit den Molchen ist so ne Sache,kommt hald darauf an wieviele Molche du im Teich hasst. Es kann schon gut sein das die Molche alle Quappen fressen oder ansonsten stark dezimieren.Aber es ist ja bekannt das Kröten ein Gift besitzen das im Quappenstadium auch schon vorhanden ist also weiss ich nicht genau ob die Molche die überhaupt fressen.Wen du mal beobachtest wie die Quappen gefressen werden würde ich einpaar Molche rausnehmen bei Ueberbevölkerung aber nur ..weil der Bergmolch ziemlich häufig ist im Gegensatz zur Erdkröte.
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Beitragvon Lennart » Fr, 13.04.2007 19:33

Du beschreibst das du sie gehört hast denn könnte dir vielleicht das hier weiterhelfen!

http://www.froschnetz.ch/arten/kreuzkroete.htm
http://www.froschnetz.ch/arten/erdkroete.htm
http://karch.ch/karch/d/amp/bv/bvfs2.html

HIer sind die Rufe aufgelistet
1. Ruf ist von der Kreuzkröte
2. Ruf ist von der Erdkröte
3. Ruf ist von der Wechselkröte(wobei diese sehr selten ist und es wohl kaum sein wird)

Ich tipp auch mal stark auf Erdkröte weil sie halt die häufigste Krötenart ist
Mfg

Lennart
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Beitragvon Benedikt » Fr, 13.04.2007 21:40

Und noch zum Thema "zuviele Bergmolche":
http://www.karch.ch/karch/d/ath/amolch/amolchfs2.html

Gruss,
Benedikt
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Beitragvon Froschnetz » Sa, 14.04.2007 08:50

Erdkröten Kaulquappen sind allgemein weniger empfindlich auf Fressfeinde da sie Schreckstoffe besitzen um diese abzuwehren wie Sebi auch schon erwähnt hat. Molche würde ich aber nicht entfernen. Wohin denn damit? Etwa gar töten? Nein, die haben die selbe Daseinsberechtigung. Eine hohe Dichte stellt sich dann ein, wenn die Bedingungen für die Molche stimmen. Alte, bewachsene, dauerhafte Teiche haben sie gerne. Wenn, dann würde ich an den Bedingungen, also am Teich selbst ansetzen. Erdkröten haben aber auch gerne eher ältere, tiefere Teiche. Daher lässt sich im konkreten Fall nicht viel an den Bedigungen drehen. Ich würde jedenfalls einfach mal schauen was passiert.
Anders wäre es etwa bei Grasfrosch Nachkommen. Dort kann ein hoher Bestand an Molchen durchaus die gesamte Nachkommenschaft der Grasfrösche auffressen. Die Karch schreibt, dass das separates Aufziehen des Laichs helfen kann. An eigener Beobachtung sehe ich aber dass das nicht wirklich was bringt. Laich wird zwar auch gefressen. Bisher habe ich aber etwa Verluste um die 10-20% beobachtet. Nach dem Schlupf wurden dann aber die Kaulquappen innert 3 Wochen vollständig dezimiert. Abhilfe schafft nur ein kleiner Aufzuchtteich, der im Herbst austrocknet und einige Meter vom Hauptteich weg liegt. Liegt er zu nahe, wandern die Molche trotzdem rüber. Sie scheinen das Festmahl förmlich zu riechen.
Fazit: Um den Amphibien zu helfen muss man nicht bei den Tieren ansetzen sondern am Lebensraum. Der klassische Gartenweiher ist was konstantes für die 'Ewigkeit', die meisten Froschlurche bevorzugen aber eher dynamische Lebensräume. Also helfen wir ihnen am besten wenn wir ihnen auch solche dynamische Gartenteiche bieten. Der konstante ist aber auch gut für die Molche und Libellen, beides soll Platz haben.
Jan Meyer
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Erdkrötenleich

Beitragvon christl » Sa, 14.04.2007 12:57

:D Dank für alle Ratschläge. Die "Eltern" hab ich immer noch nicht gesehen, aber die Töne sind eindeutig die einer Erdkröte. Meine Molche, die schon viele Jahre kommen, dürfen natürlich bleiben und sie vermehren sich auch nicht besonders. Ich werd einfach weiter beobachten. Die schwarzen Punkte in den Schnüren sind schon viel dicker geworden.
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Beitragvon Sabine » Sa, 14.04.2007 13:52

Hallo,

ich glaube, die Molche sind nicht so gefährlich für die Erdkrötenkaulquappen. Neulich habe ich mich mal auf die Lauer gelegt, und unsere Erdkrötenquappen (die aber noch bei den Eiern waren) beobachtet. Es kam auch ein Molch angeschwommen. Der sah erst interessiert aus, ist aber dann weiter geschwommen.

Mich würde mal interessieren, welche Art Molche wir hier haben. Die sehen anders aus als die im Artenkatalog beschriebenen.
Einige sind dunkel gefleckt, mit einem deutlichen Kamm, andere sind mittelbraun, glatt und haben eine orange-rote Unterseite, die man aber nur selten zu Gesicht bekommt. Ich werde mal versuchen, ein Foto zu machen, aber vielleicht weiß auch so schon jemand von den Experten um wen es sich handeln könnte.

Gruß - Sabine
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Beitragvon Lennart » Sa, 14.04.2007 14:10

Halöle,

hast du es schon mit dem BEstimmungschlüssel versucht?
http://www.froschnetz.ch/arten/bestimmung_amphibien.htm
Mit Molchen kenn ich mich zu wenig aus um die zu helfen :cry: .

Mfg Lennart
Mfg

Lennart
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Beitragvon Sabine » Sa, 14.04.2007 14:26

Es ist nicht ganz einfach, schwimmende Molche zu fotografieren. Vielleicht kann ja trotzdem jemand auf den beiden Bildern etwas erkennen.

Bild

Bild

Nein, mit dem Bestimmungsschlüssel habe ich es noch nicht versucht, werde ich gleich mal machen.

Gruß - Sabine
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Beitragvon christl » Sa, 14.04.2007 18:32

Ich bin zwar kein Experte, hab aber von meiner Suche noch ein Buch dazuliegen (Kosmos Tier- und Pflanzenführer) da ist ein männlicher Kammolch (in seiner Wasserzeit) abgebildet und sieht genau wie der auf deinem Bild aus. Ob die Weibchen so hell, wie auf dem Bild sind, weiß ich nicht. Ich würd den hellen eher für einen Teichmolch halten.
Benedikt
 

Beitragvon Benedikt » Sa, 14.04.2007 22:46

Das sind Teichmolche (wenigstens das Männchen mit dem Rückenkamm). Ein Kammmolch hätte nicht so auffällige Hinterfüsse.

Gruss,
Benedikt

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