Zum Nachbar in den Naturteich wäre natürlich die beste Lösung. So können die Frösche in ihrem angestammten Lebensraum bleiben. Das verpflanzen in einen anderen Lebensraum ist für erwachsene Tiere sehr ungünstig, sie wandern dann wieder ab und versuchen in ihren angestammten Lebensraum zu gelangen. Dabei können sie auch sterben. So oder so würde durch diese Aktion die ansässige Froschpopulation geschwächt. 6 Tiere weniger können für eine kleine Population sogar das Aus bedeuten.
Der Laich bzw. die Kaulquappen lassen sich aber gut umsiedeln. Diese können in einen Teich gebracht werden, wo die selbe Art auch vorkommt. Jedoch wird auch diese Aktion die Population langfristig schädigen, abgesehen davon dass es verboten ist, Amphibien ohne Bewilligung umzusiedeln.
Zudem werden wieder neue Frösche einwandern, so wie die 6 auch gekommen sind. Das Problem wird dadurch nicht gelöst. Wenn keine mehr kommen, heisst das, dass die Population ausgerottet wurde, was ja auch nicht das Ziel sein kann.
Lösen lässt sich das Problem nur, die Frösche vom Pool mit baulichen Massnahmen abzuhalten. Ein Froschzaun ist dabei sehr effektiv. 40 cm hoher feiner Maschendraht oder Folie lassen für die Frösche kein Durchkommen. Der Froschzaun kann man entlang des bestehenden Gartenzauns oder im Gebüsch rund um den Pool ziehen, so dass er nicht stört. Diese Massnahme ist zwar aufwändig, aber dafür wirkungsvoll.
Alternativ gibt es auch die Möglichkeit den Fröschen eine Ausstiegsmöglichkeit im Pool zu bieten. Ein schräg am Rand geführtes, rund 10 cm breites Brett reicht schon aus. So braucht man sie nicht herauszufischen. Es kann dann zwar immer noch vorkommen, dass man das Bad mit einem Frosch teilen muss, aber das machen unsere Nachbarn in ihrem Schwimmteich schon seit Jahren

. Dafür können dann die Frösche nicht mehr ertrinken.