Amphibien sind geschützt und dürfen weder gefangen noch ausgesetzt werden. Dies gilt für Laich und Kaulquappen, auch im eigenen Gartenteich. Nur wer eine entsprechende Bewilligung von den Behörden erhalten hat darf Amphibien aufziehen.
Dass es so ein Gesetz gibt, hat gute Gründe. Amphibien gehören zu den gefährdeten Tierarten und müssen unbedingt geschützt werden. Die Entnahme von Tieren aus der Natur schwächt die betroffene Population.
Mit dem Umsiedeln von Tieren können Krankheiten verschleppt werden (z.B. Chytridpilz) und die Fauna kann verfälscht werden. Die Aufzucht von Quappen benötigt viel Erfahrung um nichts falsch zu machen und schadet den Tieren meist mehr als es nützt. Wer es mit den Tieren gut meint, sollte sie dort lassen wo sie sind. Hat man sie in einem fast vertrockneten Tümpel gefunden und will man sie retten ist es besser, sie in einen Tümpel in der Nähe auszusetzen statt sie nach Hause zu nehmen. Wer die Tiere beobachten will, kann dies viel besser in der Natur, wenn die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung aufwachsen.
Wer es trotzdem nicht lassen kann und Amphibien zur "besseren Beobachtung" nach Hause nimmt muss sich bewusst sein, dass er sich strafbar macht. Wir möchten diese Leute dazu aufrufen, wenigstens massvoll Amphibien zu entwenden. Keinesfalls sollen ausgewachsene Tiere oder ganze Laichballen mit nach Hause genommen werden. 5 bis max. 10 Kaulquappen reichen völlig um sie zu beobachten. Auf jeden Fall müssen die Kaulquappen spätestens bei der Metamorphose exakt dorthin zurück gebracht werden wo sie entwendet wurden. Wenn das Gewässer nicht mehr existiert, dann in das diesem nächstliegende, das für die Amphibienart geeignet ist.

