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Minifrosch oder Riesenkaulquappe

Mo
 

Minifrosch oder Riesenkaulquappe

Beitragvon Mo » Di, 22.05.2007 11:49

Hallo liebe Froschfreunde,
ich sitze gerade an der Uni am PC und mache mit ein paar Kommilitonen einen Unterrichtsentwurf über Frösche und deren Entwicklung. Ich habe mal gehört, dass je nachdem was man Kaulquappen zum Fressen gibt, diese ihr Entwicklungsstadium beschleunigen oder verringern.
Sprich: man kann durch bestimmtes Futter Minifrösche oder Riesenkaulquappen züchten. Stimmt das und wenn ja, was für Nahrung ist das?

Danke schon einmal für eure Antwort
Gruß Mo
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Benedikt
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Beitragvon Benedikt » Di, 22.05.2007 12:40

Du kannst das Wachstum und die Entwicklungsgeschwindigkeit über die Futtermenge steuern, aber keine Mini- oder Maxi-Frösche züchten.

Gruss
Benedikt

PS. Das Literaturzitat (eines von vielen, diese Arbeit ist ein Klassiker):
ALFORD RA, HARRIS RN
EFFECTS OF LARVAL GROWTH HISTORY ON ANURAN METAMORPHOSIS
AMERICAN NATURALIST 131 (1): 91-106 JAN 1988
AmiK
 

Kaulquappen

Beitragvon AmiK » Do, 24.05.2007 10:11

Hallo,

wir haben beobachtet, dass Qappen in schattigen Arealen wesentlich
langsamer wachsen als in sonnigen.
Qappen in Faunarien wachsen ebenfalls langsamer, als
ihre Kollegen in Freiheit. Kaulquappen ernähren sich bis z. Ende der
Metamorphose fast ausschließlich pflanzlich. Sie fressen aber auch
Baby-Fischfutter; was das Wachstum nicht beschleunigt, eher verlangsamt.
Auch kommt es bei dieser Art der Fütterung (die ja für Fleischfresser
gedacht ist ) beobachteterweise , zur Verlangsamung d. Metamorphose.
und teilweise zu Missbildungen. Es ist also nicht zu empfehlen der Natur
ins Handwerk zu pfuschen. Ansonsten empfehle ich durch eigene Beobachtungen und gesetzte Parameter die Hausarbeit zu "füllen".
Es steht nicht alles in den Lehrbüchern.
MfG und viel Erfolg
Ami :idea:
alex
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Beitragvon alex » Do, 24.05.2007 11:38

Pauschal, sind Futter,Temperatur, und die Predatorendiche die entscheidenten Faktoren,
so lassen sich durchaus die Methamorphosegewichte durchschnittlich um 50% variieren.
Jedoch nicht über die natürliche Bandbreite hinaus!

Folgende Faktoren verschieben auf die "Kleine" Seite:
Kleines Wasservolumen
Grosse Predatorendichte
Temperaturen über 18°C = 20+++
Wenig bzw schlechtes Futter

Auf die "grosse" Seite = lange aquatiele Phase:
Geringe Dichte
Grosses Wasservolumen (>10L/Quappe)
Temperaturen zwischen 10-17°C
nahrhaftes Futter = viel Tierischesplankton
wenig bis keine Predatoren

Darum glaube ich ist es unrealistisch zu behaupten dass die Quappengrösse ausschlieslich vom Futter abhänkt...

Gruss Alex
Gastleser
 

Beitragvon Gastleser » Do, 24.05.2007 11:50

Ich habe letztlich ein ganz interessantes Paper gelesen, über Einflüsse auf das Wachstum von Kaulquappen während der Entwicklung. Dabei ging es hauptsächlich um Konkurrenz unterschiedlicher Arten (Wechselkröte und Erdkröte), wenn sie in einem gemeinsamen Gewässer aufwachsen. Ist ganz interessant und passt vielleicht auch zum Thema.
Die Unterschiede in den Versuchgruppen waren zwar eigentlich gering, aber zeigen auch, dass Quappen bei schneller Entwicklung im Schnitt kleiner waren als fertiger Frosch. In diesem Beispiel hatte das nichts mit der Futtermenge zu tun, denn die war in den Kontrollgruppen gleich.

-> Katzmann et al. (2003): Effects of inter- and intraspecific competition on growth and development of Bufo viridis and Bufo bufo tadpoles.
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Beitragvon Sebi » Fr, 25.05.2007 20:58

hallo

Ich habe letztens an einem schattigen tiefen Tümpel Grasfroschquappen beobachtet die bereits beine und arme hatten aber ziemlich klein waren kaum grösser als kleine erdkröten...jedoch an einem seichten sonnigen Gewässer fand ich Grasfroschquappen die die grösse einer Wasserfroschquappe hatten und auch viel variabler gezeichnet waren nicht wie die im Schattigen Tümpel die waren alle ziemlich dunkel..aber beiderseits handelt es sich um Grasfroschlarven.
blabla32
 

Öhm...

Beitragvon blabla32 » Do, 19.11.2009 22:38

Es gibt eine Möglichkeit riesenkaulqappen zu züchten, dies geschieht durch Ausoperation der Schilddrüse oder deaktivierung dieser, da die Methamorphose durch das Horman Tyrox welches in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird abläuft.

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