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Können Kaulquappen in der Entwicklung stehen bleiben?

J-Frosch
 

Können Kaulquappen in der Entwicklung stehen bleiben?

Beitragvon J-Frosch » Di, 05.09.2006 16:17

Im Mai übernahm ich ein Einweckglas voller Froschleich und zum Teil gerade geschlüpften Quappen von einem Freund, der seinen Gartenteich leeren musste, damit die kleinen eine Chance auf ein Leben haben.
Sie zogen in eine 90 Liter Maurertonne (Kunststoff, schwarz mit Steinen, Wasserpflanzen und "Strandbereich")
Jetzt - 05.09. - haben die ersten Hinterbeine bekommen. Viele sich scheinbar noch gar nicht verändert.
Sie sind aber quickfidel und fressen was sie können.
Die Tonne steht ganztägig im Schatten, das Wasser ist kristallklar und bei Regen troft Regenwasser von einem Vordach hinein.

Ist eine solch langsame Entwicklung normal?

Danke J-Frosch
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Beitragvon Froschnetz » Mi, 06.09.2006 09:12

Das tönt ganz nach Crowding Effekt. Wenn Kaulquappen zu dicht gehalten werden dann entwickeln sie sich schlecht. Oft sind auch grosse Unterschiede im Wachstum festzustellen. Einzelne entwickeln sich relativ normal, während andere sehr klein bleiben. Wie viele Quappen sind denn in dem Becken?
Für 90l sind etwa 90 Quappen sinvoll, bei häufigem Wasserwechsel kann es auch mit doppelt so vielen gehen.
Bei dichter Haltung ist aber meist auch das Wasser rasch trüb durch die Aussscheidungen der Kaulquappen. Fliesst denn so viel Wasser regelmässig vom Vordach in die die Tonne oder machst du zusätzliche Wasserwechsel? Ansonsten kann es auch ein Nahrungsmangel sein, dann gibt's natürlich auch wenig Aussscheidungen. Die Symptome sind dann ähnlich wie bei Crowding, allerdings ist die Entwicklung gleichmässiger rückständig.
Zu kühle Wassertemperaturen können eine weitere Ursache sein. Das Wachstum ist umso schneller, je höher die Wassertemperaturen sind (bis zu gewissen Maximaltemperaturen) Ein paar Stunden Sonnenschein sollten die Quappen schon haben, auch um Vitamin D produzieren zu können. Ganztägis sollten sie aber auch nicht bestrahlt werden, da sonst in dem Becken das Wasser zu warm wird. Mehr als ca. 30°C sollte es nicht werden.
Jan Meyer
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Beitragvon alex » Mi, 06.09.2006 09:43

Ich gehe davon aus, dass es sich um Wasserfroschlaich bzw nun Quappen handelt.
Die Familie der Wasserfrösche besteht aus einem Dreierkomplex welcher nicht fröhlich nebeneinander lebet sondern sich sehr stark konkurenziert, dies beginnt bereits als Kaulquappe.

Sogar in der Natur werden einzelne Quappen unterdrückt, das ist also normal, denn wenige starke und grosse Tiere nützen einer Population mehr als viele kleine und schwache die häufig im Winter sterben.

Jedoch wenn wir Menschen eingreifen, und somit über Leben und Tod entscheiden, ist das Ziel nicht Selektion sondern Hilfe für jedes Induvidium.
In Deinem Fall haben die Quappen wirklich Growding leiden und es kann Ihnen nur noch durch schnelles Umsetzen in einen grösseren Teich geholfen werden da sie nach einer Erholungsphase auch in der Lage sind als Quappe zu überwintern.
In der Gipserwanne würde ich nur 4-6 Quappen behalten einen Total-Wasserwechsel durchführen und die restlichen Quappen in den frisch sanierten Teich vom Kolegen geben, da dieser jezt noch fast feindfrei ist werden Dort alle überleben.
Gruss alex
J-Frosch
 

Kaulquappen ausgesetzt

Beitragvon J-Frosch » Mo, 11.09.2006 07:06

Hallo,

ich habe gestern die Kaulquappen aus der Maurertonne ausgesetzt.
In einen breiten ruhigen Graben (stehendes Gewässer) mit flachen Ufern und
Sonnen- und Schattenplätzen und vielen Wasserpflanzen.
Mögen sich die ca 30 quickfidelen Quappen erholen und gedeihen. Und gut über den Winter kommen.

Gruß
J-Frosch
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Kaulquappen

Beitragvon wuzerl » Di, 29.05.2007 16:53

Hallo Leute,
ich halte auch seit etwa 2 Monaten Kaulquappen und dar sie schon vorderbeine haben werde ich sie morgen ausetzen.
Hätte ich ihnen nicht geholfen wären sie jetzt schon tot dar sie in einer dreckigen, fast ausgetrockneten Pfütze (Da waren sie noch Laich) ge-
lebt haben.
Ich bin froh dass sie es ihnen bei mir (noch) gefällt. :D
Aber eine Frage hätte ich wie kommt der Laich in so eine Pfütze???????? :(

vlg :)
wuzerl
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Beitragvon Lennart » Di, 29.05.2007 19:44

Es gibt Arten die in Pfützen oder ähnlichen kleinen Wasseransammlungen laichen,weil sich das Wasser dort schneller erwärmt(wodurch die Quappen schneller wachsen) und es dort sehr wenig Fressfeinde gibt,deswegen produzieren diese Arten auch weniger Laich.
Die Gefahr daran ist,das wenn diese Stellen austrocknen alle Quappen sterben werden,wenn jedoch die Stellen weiterhin Wasser führen werden alle überleben und zu Fröschen.
Es kann aber auch passieren das Grasfrösche oder Erdkröten in solche Pfützen laichen.
Wichtig ist das du sie da wieder freilässt wo du sie gefunden hast.
Es ist aber besser wenn man die Quappen in diesen Pfützen belässt und falls das Wasser dort knapp wird einfach Wasser nachfüllt. Es gehört zur Natur das auch manchmal Quappen vertrockenen,wenn es aber gar nicht mehr geht und das Wasser kontinuirlich abnimmt würde ich sie auch retten und in eine andere Wasserführende Pfütze zügeln,aber tu die Quappen nie in einen großen Teich oder See oder sonst was,denn da haben die Quappen gar keine Überlebenschance.

Gruß Lennart
Mfg

Lennart
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Beitragvon wuzerl » Fr, 01.06.2007 14:43

Danke, ich habe die Quappen in einen kleineren Teich in der Nähe von der ausgetrockneten pfütze ausgesetzt :) .
Hab auch geschaut dass keine Feinde die sie fressen könnten da sind.
vlg
wuzerl

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