von Frank D. » Do, 21.04.2011 23:35
Wenn die Grasfrösche frisch aus der Metamorphose kommen, fressen sie zunächst einmal einige Tage garnichts, bis sich der Ruderschwanz vollständig zurückgebildet hat.
Die Gefahr zu ertrinken ist jetzt für die Fröschchen in Gefangenschaft besonders hoch, viel höher wie in der Natur !
Einige Tage nach der Umwandlung beginnen die Frösche kleinste Insekten zu sich zu nehmen. Als Ersatzfutter bieten sich Drosophilafliegen aus dem Zoofachhandel an. Microheimchen ( Grösse 1-2 später auch 3 oder 4 ) werden mit etwas Glück auch schon gefressen.
Die Futterinsekten kosten Geld ( für den Anfang mind. 20 Euro ) und sind auch nicht in jedem Zoogeschäft zu bekommen.
Danach sind jede Woche weitere 10 Euro für Futtertiere einzuplanen.
Der Nahrungsbedarf der Jungfrösche ist außerordendlich hoch, das Behältnis muss eine hohe Futterdichte aufweisen.
Bereits nach wenigen Tagen müssen die Jungfrösche nach Grösse sortiert werden, da sonst die kleineren Tiere nicht genug Futter abbekommen.
Ich empfehle daher dringend die Frösche schnellstmöglich wieder in die Natur zu entlassen. Die Frösche werden sonst mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich nach und nach alle eingehen.
Der Grasfrosch eigenet sich meiner Meinung nach nicht zu einer Terrarienhaltung, auch nicht vorrübergehend, die Ausfälle werden immer recht hoch sein.
Sollte dennoch der Wunsch bestehen ,Frösche in einem Terrarium innerhalb der eigenen 4 Wände pflegen zu wollen, empfehle ich auf die Haltung von einheimischen Amphibien mit oder ohne Genehmigung gänzlich und ausnahmslos zu verzichten.
Der Zoofachandel stellt Exoten bereit, welche sich dem Wohnraumklima erheblich besser anpassen können.
Gruss Frank