@Valentino:
Ein ausführliches Kapitel über die Knoblauchkröte und ihre bevorzugten Lebensräume findest du in:
Die Amphibien und Reptilien Baden-Württembergs von Laufer, Sowig und Fritz.
Darin sind auch noch viele weitere Literaturangaben vorhanden.
Eventuell lohnt es sich beim Laurenti Verlag mal die Inhaltsverzeichnisse der Zeitschrift für Feldherpetologie zu durchforsten:
www.laurenti.de
Die Knoblauchkröte ist - wie viele andere Arten auch - ein Kulturfolger und bevorzugt offene Flächen mit leicht grabbaren Böden, dazu gehören feuchte Ackerflächen und extensiv genutztes Feuchtgrünland (gerne sandige Böden, die zum Spargelanbau genutzt werden, auch Gemüse-, Kartoffel- und Maisfelder), ansonsten Böden aus Kies-, Lehm- oder Sandabbaugebieten. Urpsrünglicher Lebensraum waren, wie bei vielen Arten mal die Überschwemmungszonen großer Flusstäler und dort vor allem die Sandbereiche (Löss- und sandige Lehmböden).
Ein passendes Laichgewässer muss mindestens 20 cm tief sein und entsprechend flache und gut sonnenexponierte Flachwasserbereiche aufweisen mit entsprechender Unterwasservegetation.
An sich finde ich es aber nicht gut, sich eine Art anzuschaffen, die so anspruchsvoll ist, bevor man sich über ihre Haltung informiert. Das würde ich von einem erfahrenen Terrarianer schon erwarten. Die Knoblauchkröte halte ich auch für eine Art, der man ein Freilandterrarium auf jeden Fall ermöglichen sollte und wenn das nicht möglich ist, dann verzichtet man auf die Haltung einer solchen Art.
Der Arten- und Naturschutz wird nur dann unterstützt, wenn man gezielt Lebensräume erhält udn vernetzt; die Arbeit mit Nachzuchten, sollte nur in absoluten Notfällen und in Zusammenarbeit mit Behörden und Experten in entsprechenden Projekten erfolgen. Biotopschutz geht vor Terrarienhaltung einheimischer Arten.