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Diskussionsforum Froschnetz - Forum zu Frösche und Kröten

Farbveränderung

(Not-)Aufzucht junger und erwachsener Frösche und Kröten
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Delivery
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Farbveränderung

Beitragvon Delivery » Mo, 07.07.2008 10:22

Kann das sein, dass Wasserfrösche ihre Farbe verändern?? Denn letztens waren sie vor der Terrariumsäuberung noch alle drei eher hellgrün. Und nach der Terrariumsäuberung auf einmal schon fast dunkelbraun (ich schätze von der Aufwühlung der Erde oder so) Bitte zurückschreiben!!
LG. :P [/url][/b]
alex
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Beitragvon alex » Mo, 07.07.2008 10:44

Guten Morgen,
Hier im Forum wurde bereits dieses Frühjahr darüber diskutiert.
Bessere Tarnung wurde auch genannt doch bei Tieren welche nicht Farbig sehen können ist dieses Argument nur schwer haltbar.
Bei Dir nehme ich an, dass Du mit kaltem Wasser aufgefüllt hast und darum die dunkle Färbung impliziert hast.
Die Tiere versuchen mit dunkler Färbung möglichst viel Währme zu absorbieren.
Gruss Alex
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Delivery
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Beitragvon Delivery » Mo, 07.07.2008 10:54

Ach so ich dachte das hängt mit der Farbe der Umgebung zusammen. :P
LG.
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Benedikt
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Beitragvon Benedikt » Mo, 07.07.2008 12:04

Doch, die Färbung hängt auch vom Untergrund ab. Wenn du Frösche von hellem Untergrund auf dunken Untergrund umsetzt, so werden sie dunkler.

Gruss, Benedikt
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Beitragvon Henning » Mo, 07.07.2008 14:43

Hallo zusammen!
Was´n Zufall! Wollte auch gerade wegen Farbveränderungen nachfragen. Und zwar anders, als im Frühjahr beobachtet. Ich hatte jetzt einen Ringelnatterangriff auf einen normalerweise dunkelgrünen Frosch. Nachdem ich ihn von dem Reptil befreit hatte, war er jedoch gelb gefärbt fast wie bei einem Ikterus. Diese Veränderungen stelle ich in diesem Sommer auch ansonsten fest. Der eine Frosch kommt morgens an die Terrasse und ist so dunkel gefärbt, dass meine Frau ihn schon als "den Schwarzen" bezeichnen wollte. Ich weiß aber genau, dass er im Laufe des Vormittags eine normale Färbung annimmt. Und das Exemplar, das ich letztes Jahr wegen seiner permanenten Gelbfärbung "Yellow" getauft hatte, ist dieses Jahr brauchbar grün. Mir kommt die Fähigkeit von Laubfröschen in den Sinn, sich der Umgebung anzupassen (warum sollen Wasserfrösche das nicht ein bisschen auch können?) und dann die Häutung. Kann doch auch Einfluss auf die Färbung haben.
Was Alex mit der Farbenblindheit meint, verstehe ich nicht. Es kommt ja wohl auf die "Predatoren" an. Und sind die alle farbenblind?
Gruß Henning
Bild
Auf dem Bild kann man die Gelbfärbung des vorn sitzenden Tieres gut erkennen. Die ist aber nicht immer so stark ausgeprägt. Der Frosch ist manchmal durchaus grün.
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Beitragvon alex » Mo, 07.07.2008 16:52

Experimentell belegt ist die untergrundspezifische Umfärbung des Laubfrosches. Doch nichr bedinkt durch die Farbe des Untergrundes sondern wegen seiner stuckturellen Beschaffenheit.
(rauher Untergrund=braun/ glatter Untergrund =grün)

Bei den Wasserfröschen scheint mir die Körpertemperatur bei "schnellen" Farbwechsel ausschlaggebender zu sein.

@Henning
1.Ich verstehe nicht warum Du immernoch die Färbung der Tiere ausschliesslich mit deren Tarnung prioritär verbindest.

2.Die Predatoren müssen nicht zwingend Farbenblind sein, doch die Frösche sind es!

Gruss Alex
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Beitragvon Henning » Mo, 07.07.2008 18:14

Hallo Alex,
mir kommt eine Idee, wie Deine Argumentation zu verstehen ist. Du willst sagen, wenn die Frösche nicht sehen können, auf was für einem farblichen Untergrund sie sich befinden, können sie sich auch nicht farblich anpassen. Ist das richtig?
Gruß Henning
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Beitragvon alex » Di, 08.07.2008 10:53

Jep,
Ich hoffe Du musstest nicht zu lange nachdenken, ansonsten müsste ich gehörig an meiner ausdrucksweise feilen!
Gruss Alex
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Beitragvon Henning » Di, 08.07.2008 16:31

Hallo Alex,

nein, es lag nicht an Deiner allerdings knappen Ausdrucksweise, sondern daran, dass ich überhaupt nicht in Erwägung gezogen hatte, dass die Farberkennung über die Augen des Frosches laufen soll. Aber plausibel wäre es ja. Nur was müsste sich dann im Gehirn abspielen? Erkennung der Umgebungsfarbe und Auslösung einer Reaktion, die Haut der Umgebungsfarbe anzupassen? Natürlich als unbewusster und unwillentlicher Prozess. Wäre hochinteressant, könnte man es denn nachweisen.

Die Tarnfunktion ziehe ich lediglich als Möglichkeit in Betracht. Sie hat für mich keine Priorität. Wir stellen doch alle hier dauernd nur Hypothesen auf. Meine Befremdung über das allgemein geringe Wissen über Frösche hatte ich früher schon mal formuliert.
Gruß Henning
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Beitragvon Benedikt » Di, 08.07.2008 20:34

Henning hat geschrieben:Meine Befremdung über das allgemein geringe Wissen über Frösche hatte ich früher schon mal formuliert.


Für die, die sich weiterbilden wollen:
http://www.amazon.de/Amphibien-Robert-H ... 974&sr=8-1
Kann ich sehr empfehlen!

Dort steht zum Beispiel auch, dass Frösche der Gattung Rana rot und blau unterscheiden können und dass Schwanzlurche Farben sehen können.

Gruss, Benedikt
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Beitragvon alex » Mi, 09.07.2008 08:04

@Beni,
Ich nehme an, dass dieses Buch bei Dir im Regal einen Platz gefunden hat.
Würde es Dir unüberwindbare Mühe bereiten aus diesem Buch die entsprechenden Kapitel zu kopieren und mir zu zu senden?
Oder bessernoch einscanen und hier aufführen?
Gruss Alex
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Beitragvon Benedikt » Mi, 09.07.2008 08:39

Ich kann dir das Buch gerne ausleihen. Scannen werde ich es nicht.

Gruss, Benedikt
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Beitragvon alex » Mi, 09.07.2008 09:33

Jep,
Danke ich werde dafür die entsprechenden Artikel scannen und hier aufführen, dann hat auch Henning etwas davon.
Gruss Alex
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Beitragvon B. Viridis » Mi, 09.07.2008 15:17

Ich wusste bisher nur, dass Frösche hell/dunkel-Kontraste gut erkennen können. Allerdings basiert dieses Wissen auf Forschungen aus den 60iger Jahren. Von daher hätte ich gesagt, dass eine Farbanpassung auch ohne das Erkennen einer bestimmten Farbe funktionieren müsste; es reicht allein die Wahrnehmung, dass der Untergrund heller oder dunkler erscheint.

Das Buch habe mich mir mal bestellt. :)
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B. Viridis
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Beitragvon B. Viridis » Mi, 16.07.2008 19:59

Als Ergänzung zu dem Posting von Alex habe ich vorhin in "Die Amphibien und Reptilien Baden-Württembergs" folgendes gefunden:

Gegenüber der landläufigen Meinung kann der Laubfrosch seine Hautfarbe nicht der jeweiligen Farbe seines Untergrunds anpassen. Hellgrün gefärbte Hyliden nehmen nach operativer Entfernung der Augen keine dunkle Farbe an (Biedermann 1926). Dagegen haben Tastreize, die von der Unterlage ausgehen, eine wesentliche Bedeutung für die Hautfarbe. Bringt man hellgrüne Laubfrösche in ein Gefäß, dessen Boden und Wände mit Filz oder Gaze überzogen sind, werden die Tiere rasch dunkel. Auf glatten Flächen wie Glas bleiben sie hellgrün.


Eine gewisse Rolle bei der Ausfärbung kommt auch der Umgebungstemperatur zu. Je höher die Außentemperatur ist, desto heller ist die Haut (Schmidt 1920, Linnenbach 1985).

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