Hallo Jerre,
Wasserlinsen sind ein ausgezeichneterer Indikator über die Nährstoffbedingungen eines Teiches oder auch eines Aquariums.
Wenn die Wasserlinsen klein und blass werden, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Nährstoffmangel speziell des Eisens (Fe) im Gewässer vor.
Bei Kunstgewässern mit Teichfilterung stimmt dann in der Regel das Oxidations/Reduktionsverhältnis nicht. Dies führt zu einem sprunghaften Anstieg des Redoxpotentials auf über 200 mV. Die Tätigkeit der Nitrifikationsbakterien des Filtermalerials oxydieren den Pflanzennährstoff, zb. das Amonium (NH4 )über Nitrit (No2) zu Nitrat (No3).
No3 ist für Wasserpflanzen etwas schwierig zu verstoffwechseln kann letztendlich u.a. noch von Pflanzen der Gattung "Eloda" bewerkstelligt werden. Aber vorsicht, diese Pflanzen sind auch zur Bikarbonatassimilation ( Stichwort biogene Entkalkung ) befähigt.
In der Natur tritt das Phenomen eines Eisenmangels in unseren Breiten eigentlich nicht auf, da die tiefe Schlammschicht unserer Gewässer durch Bakterienaktivitäten stets die eingetragenen Nährstoffe reciclen, indem sie diese zuvor bereits oxidierten Stoffe wieder " reduzieren ". Dies wird möglich durch ein sauerstofffreies Bodensubstrat wo regelmässig Redoxwerte im Minus (bis -120mV ) gemessen werden ( Bodenschlamm).
Erkennen lässt sich diese reduzierende Schlammumgebung leicht am Geruch nach " faulen Eiern " ( Schwefelwasserstoff).
Egal wie auch immer, liegt ein Nährstoffmangel vor, empfiehlt sich der Einsatz eines Teichdüngers mit EDTA-chelatiertem Eisen.
Wie sehen denn die anderen Wasserpflanzen und Unterwasserpflanzen im Teichsystem aus
Gruss Frank
Zuletzt geändert von Frank D. am Sa, 02.04.2011 13:49, insgesamt 2-mal geändert.