Jerre hat geschrieben:Wie im Thema schon beschrieben wollte ich mich erkundigen ob die Krallenfrösche draußen überleben und ob sie ein Gespühr für nahe liegende Gewässer haben da sie sich an Land ja kaum aufhalten können.
Außerdem falls es klappt, wollte ich noch wissen in wie fern sich das auf das umgehende Lebensfeld auswirkt - Feinde - Nahrung etc.
Grüße Jeremy
Hallo Jeremy,
Deine Frage löst bei mir "Erschrecken" aus.
Das Aussetzen nicht einheimischer Arten hat vielfach große Probleme ausgelöst.
Bitte lies hierzu die spannende Geschichte zur Ausbreitung von Bufo marinus: Die Aga Kröte als Neozoon in
http://de.wikipedia.org/wiki/Aga-Kr%C3%B6te
viele andere Amphibienarten (und auch Reptilienarten) stehen auch wegen der Einführung der Aga Kröte auf der Roten Liste.
Nun zu Deinen Krallenfröschen. Krallenfrösche haben bereits bewiesen, dass sie zumindest einige Zeit im Freiland überleben können. Das große Problem hierbei ist, dass sie als Überträger des Chytridpilzes, für den sie selbst resistent sind, auf andere Amphibien übertragen. Es gibt starke Indizien, dass Aussetzungen des Krallenfrosches Xenopus laevis am derzeitigen Seuchenzug des Chytridpilzes der Auslöser gewesen sein könnte. Betroffen hiervon ist in erster Linie Mittel-und Südamerika, aber auch in einem spanischen Nationalpark hat es tote Amphibien gegeben (Erdkröten und Feuersalamander). Durch den Chytridpilz hingeraffte Tiere konnten auch bereits in der Schweiz nachgewiesen werden.
Bitte lies hierzu:
"Sei kein Frosch- Hilf uns" (googlen)
hierin wird die Geschichte der Ausbreitung des Chytridpilzes und eben auch die Rolle des Krallenfrosches beschrieben.
Ich bitte Dich inständig. Handle verantwortlich.
beste Grüße
xenopus