§ ¶Amphibien auch im Winter aktiv
Die Amphibien halten im Winter nicht einen Winterschlaf sondern eine Winterruhe. Sie suchen sich frostsichere Verstecke auf, in denen sie den Winter mit geringer Aktivität verbringen. Steigen die Temperaturen vorübergehend an, können sie selbst mitten im Winter eine erhöhte Akrivität entwickeln. So konnten beispielsweise am 1. Januar 2012 in Muri bei Bern zwei Wasserfrösche an der Oberfläche eines sonnigen Teichs beobachtet werden, die die schwachen Sonnenstrahlen genossen. Allerdings trauten sie sich dann doch nicht ans Ufer im Gegensatz zum November bei ähnlichen Temperaturen.
Oft reichen ein paar milde Tage und Sonnenschein um einzelne Amphibien und auch Reptilien aus ihren Verstecken zu locken. Die Aktivität bleibt jedoch eingeschränkt, eine Nahrungsaufnahme findet normalerweise nicht statt.
Grasfrösche können auch im Winter aktiver sein. Einige Tiere wandern bereits im Herbst in das Laichgewässer ein, wo sie unter Wasser den Winter verbringen. Manche können sich bereits unter der geschlossenen Eisdecke paaren, die Laichablage folgt jedoch erst im Frühjahr.
Die Witterung der kommenden Woche ist im Flachland eher kühl und von wenig Sonnenschein gezeichnet. Weitere Amphibienbeobachtungen sind daher eher nicht zu erwarten.
§ ¶Herpetokolloquium der KARCH
Am 3. Dezember 2011 findet an der Uni Fribourg das 18. Herpetokolloquium statt. Mehrere Vorträge widmen sich der Mauereidechse. Themen zu anderen Reptilien und Amphibien finden jedoch wie immer auch ihren Platz.
Das Kolloquium sei jedem Amphibien und Reptilien Interessierten wärmstens empfohlen. Jedermann ist herzlich willkommen.
Programm 18. Herpetokolloquium:
§ ¶Frösche noch Ende November aktiv
Die warme Witterung hat auch Auswirkungen auf die Amphibienwelt. Ende November können noch Wasserfrösche beim Sonnenbad beobachtet werden obwohl die Nachttemperaturen bereits unter den Gefrierpunkt sinken. Die Wasserfrösche verbringen die Nacht unter Wasser und tauchen auf, sobald die Sonne das Wasser erwärmt. amphibien halten keinen Winterschlaf sondern eine Winterruhe. Das heisst, sie werden bei warmen Witterungsphasen aktiv. So können selbst mitten im Winter einzelne Amphibien beobachtet werden, so wie letztes Jahr im Dezember und Januar.
Selbst der Ruf eines Laubfrosch konnte in Muri b. Bern um die Mittagszeit kurz vernommen werden.
§ ¶Die Amphibien erwachen
Die Frühjahrswanderung der Amphibien steht vor der Türe. Während die Tageshöchsttemperaturen mit über 10°C schon frühlingshaft mild sind, verhinderten noch die Nachtfröste und die trockene Witterung die grosse Amphibienwanderung. Mit milderen und feuchteren Nächten sollte die Wandertätigkeit jedoch zunehmen.
Es könnten aber schon jetzt Amphibien gesichtet werden. Der erste Wasserfrosch war sogar schon am 8. Januar in Muri b. Bern zu beobachten. Seither geniessen an milden und sonnigen Tagen mehrere Wasserfrösche ein Sonnenbad. Molche sind auch bereits unterwegs, allerdings noch nicht in Massen. Am 10.3.2011 konnten in Muri auch schon die ersten Erdkröten auf Wanderschaft gesichtet werden.
§ ¶Herpetokolloquium der KARCH
Das 17. Herpetokolloquium der karch findet am 4. Dezember 2010 an der Pädagogischen Hochschule in Goldau (SZ) statt. Das Kolloquium bietet spannende Vorträge rund um Amphibien und Reptilien. Jedermann ist willkommen.
§ ¶Neues Refugium für Amphibien: Das Hechtenloch
Aus dem ehemaligen Seitenarm der Aare bei Rubigen soll ein Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen entstehen. Aus einem ehemaligen Maisfeld entstand eine naturlandschaft aus diversen Tümpeln, Teichen und Sumpfwiesen. Ein idealer Lebensraum auch für diverse Amphibien. Die Bauphase ist nun beendet und die Natur nimmt die neu gestaltete Landschaft langsam in Beschlag.

Das Hechtenloch im Mai 2010
Quelle: Der Bund, ganzer Artikel


